Armin Laschet: „Heimatvertriebene und Spätaussiedler haben wesentlich zum Aufbau Nordrhein-Westfalens beigetragen“

Armin Laschet: „Heimatvertriebene und Spätaussiedler haben wesentlich zum Aufbau Nordrhein-Westfalens beigetragen“

Samstag, 09. April 2016

Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, hat heute (9. April 2016) auf dem Festakt des Bundes der Vertriebenen zum 70. Gründungsjubiläum die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler gewürdigt.

„Die rund 1,3 Millionen Heimatvertriebenen, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit nach Nordrhein-Westfalen gekommen sind und die  620.000 Spätaussiedler, die ab Ende der 1970er Jahre hier ihre neue Heimat fanden, haben einen wesentlich Beitrag zum Aufbau und Wohlstand unseres Landes geleistet. Ihr großer Fleiß, der unbedingte Wille, Not und Entbehrungen hinter sich zu lassen, sowie die Bereitschaft, sich in die bestehende Gesellschaft zu integrieren, haben die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler schnell zu einem integralen Bestandteil Nordrhein-Westfalens gemacht.

Trotz der schnellen Integration in die neue Heimat, haben sich die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler ihre Geschichten, Traditionen und ihr kulturelles Erbe bewahrt. Im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte haben sie so die kulturelle Entwicklung unseres Landes geprägt und bereichert. Gleichzeitig haben die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler im Europäischen Einigungsprozess eine wichtige Brückenbauerfunktion übernommen und so wesentlich zur Verständigung und Aussöhnung mit unseren östlichen Nachbarn beigetragen.

Viele von ihnen engagieren sich in der Heimat ihrer Vorfahren. Sie unterstützen die Restaurierung von Kirchen oder den Aufbau von Begegnungsstätten und Bibliotheken. Sie organisieren Ausstellungen, Symposien und Studienfahrten. So unterhalten sie vielfältige Kontakte zu unseren europäischen Nachbarn. Diesem breiten und unermüdlichen Engagement gilt unser herzlicher Dank. Die Arbeit der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler hilft mit, die Erinnerung an die Vergangenheit wach zu halten, die Verbindung zur Heimat und zu den Deutschen in mittel- und osteuropäischen Staaten zu pflegen und denen zur Seite zu stehen, die zu uns kommen.

Deshalb begrüßen wir auch 70 Jahre nach Gründung Nordrhein-Westfalens das wertvolle Engagement der Vertriebenenverbände und Landsmannschaften. Die CDU Nordrhein-Westfalen ist auch heute eine Union der Alteingesessenen und der Heimatvertrieben und Spätaussiedler und fühlt sich deren Kultur und Geschichte in besonderer Weise verbunden. Wir werden auch in Zukunft die Partei der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler bleiben und uns für ihre politischen Interessen und den Schutz ihres kulturellen Erbes einsetzen.

Die Schicksale, die Millionen Deutsche durch Flucht und Vertreibung erlitten haben, sind auch für uns heute Mahnung und Auftrag, dafür Sorge zu tragen, dass uns und künftigen Generationen solches Leid erspart bleibt. Die beste Antwort auf die Herausforderung der Sicherung von Frieden, Freiheit und Stabilität ist und bleibt die europäische Einigung.“