Laschet besucht Betriebsversammlung von Bombardier in Aachen – Standort von Schließung bedroht

Laschet besucht Betriebsversammlung von Bombardier in Aachen – Standort von Schließung bedroht

Freitag, 26. Oktober 2012

CDU-Landeschef Armin Laschet besuchte heute die Betriebsversammlung des Aachener Werkes des kanadischen Unternehmens Bombardier. Das Aachener Werk kann auf 174 Jahre Industriegeschichte zurückblicken:

In Aachen produziert der älteste noch bestehende deutsche Hersteller Schienenfahrzeuge, unter anderem für die S-Bahn in Stuttgart, Köln und Krefeld. Das 1838 als "Waggonfabrik Talbot" gegründete Unternehmen wurde 1995 vom kanadischen Mischkonzern Bombardier aufgekauft. Das Unternehmen ist bekannt geworden durch die fachlich hohe Qualitätsarbeit für Waggon- und Eisenbahnbau.

Das Aachener Werk ist von der Schließung bedroht, da es derzeit Probleme mit der Auslastung gibt. Insgesamt wären 600 Arbeitsplätze gefährdet, wenn der Zughersteller Bombardier sein Werk schließen müsste.

„Ich habe in den letzten Wochen bei meinen Besuchen von vielen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, insbesondere bei vielen Familienunternehmen, festgestellt, dass von Unternehmensführungen und Betriebsräten alles getan worden ist, den eigenen Betrieb gut durch die Weltfinanzkrise zu bringen. Bei Bombardier ist dies alles versäumt worden, und man hat noch nicht einmal den Versuch unternommen mit dem Betriebsrat über eine gemeinsame Lösung nachzudenken“, erklärte Armin Laschet. CDU-Landeschef Laschet forderte die Unternehmensführung auf, alle Möglichkeiten zu nutzen und unverzüglich das Gespräch mit dem Betriebsrat zu suchen.

Bombardier ist auch Kunde öffentlicher Aufträge und insofern zu besonderer Verantwortung verpflichtet. Das Unternehmen muss seine Verantwortung wahrnehmen, alles dafür zu tun, dass das Werk nicht geschlossen und viele hundert Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verlieren. Deshalb müssen in den nächsten Wochen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, für den Erhalt der Arbeitsplätze im Aachener Werk und den Standort in Nordrhein-Westfalen zu kämpfen.

„Diesen Prozess muss die rot-grüne Landesregierung engagiert und kompetent begleiten. Nach den Ankündigungen der Ministerpräsidentin Kraft sowie der Minister Duin und Schneider werden wir die Regierung daran messen ob den Worten auch Taten folgen“, forderte Laschet die Landesregierung auf.