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Montag, 19. März 2007

3. Zukunftskongress der CDU Nordrhein-Westfalen

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Hendrik Wüst bei seiner Rede auf dem 3. Zukunftskongress der CDU NRW
Hendrik Wüst bei seiner Rede auf dem 3. Zukunftskongress der CDU NRW
Hier finden Sie die Rede von Hendrik WüstHier finden Sie die Rede von Hendrik Wüst
Norbert Lammert bei seiner Rede auf dem 3. Zukunftskongress der CDU NRW
Norbert Lammert bei seiner Rede auf dem 3. Zukunftskongress der CDU NRW
Bilder zum 3. Zukunftskongress   der CDU Nordrhein-Westfalen
Bilder zum 3. Zukunftskongress
der CDU Nordrhein-Westfalen
Internetzeitung zum 3. ZukunftskongressInternetzeitung zum 3. Zukunftskongress
Hier finden Sie die Rede von Jürgen RüttgersHier finden Sie die Rede von Jürgen Rüttgers
Hier finden Sie die Rede von Josef AckermannHier finden Sie die Rede von Josef Ackermann

Nordrhein-Westfalen 2015: Der Weg an die Spitze


Über 1.300 Gäste besuchten den 3. Zukunftskongress der CDU Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Gerhard Weber erhält Zukunfts- und Innovationspreis 2007.

CDU NRW: Vorreiter bei Zukunftsthemen

In seiner Eröffnungsrede im Congress Centrum betonte der Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst, dass die Landes-CDU im Rahmen des 3. Zukunftskongresses gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik Zukunftsfragen erörtern werde.
Ziel sei es, dass die CDU mit Hilfe der Diskussion über Zukunftsthemen wie z. B. Familie und Klimaschutz mögliche Lösungsansätze diskutiere und programmatisch von anderen Parteien unterscheidbar bleibe. Die Unterschiede der Parteien fasste er prägnant zusammen: „Die SPD will mehr Staat, die Linkspartei will nur Staat, die FDP will keinen Staat, mit den Grünen ist kein Staat zu machen – und wir, die CDU, wir sind für die Menschen da.“ Wüst erklärte weiter, dass die CDU Nordrhein-Westfalen schon heute über die laufende Legislaturperiode hinaus denken und Akzente setzen wolle: „Wir wissen, dass die Menschen nicht allein eine Bilanz wählen, sondern in erster Linie ein Zukunftskonzept. Und genau das wollen wir zur Wahl im Jahr 2010 vorlegen. Wir in NRW haben die Zukunft im Blick und wollen im Jahr 2015 an der Spitze der deutschen Bundesländer stehen.“

Lammert: Zukunftsthemen im globalen Kontext

Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert betonte, dass man die Fragestellungen zu den Megathemen der Zukunft in einen globalen Kontext einbetten müsse. Die Entwicklung des 21. Jahrhunderts hänge entscheidend davon ab, welche Schlüsse und Konsequenzen aus der jüngeren Vergangenheit gezogen würden. Lammert: „Die neue Sicherheitslage, die Entwicklung der Weltbevölkerung, wachsende Armut, Unterernährung und Einkommens- und Vermögensverhältnisse, die sich in vielen Regionen voneinander weg bewegen, das sind große Herausforderungen der Zukunft.“ Weitere wichtige Zukunftsfelder seien die Verfügbarkeit und die Nutzung von Wasserressourcen, das Verhältnis von Technik und Kultur sowie das Verhältnis von Saat und Religion. Zukunft müsse anhand von Prioritätensetzungen gestaltet werden, gleichzeitig dürfe Zukunft nicht bedeuten, die Gegenwart nur zu verlängern. Lammert: „Wir müssen die Zusammenhänge der Prioritäten im Blick behalten und neu justieren.“

Talkrunde 1: Demografischer Wandel und Familien Megathemen der Zukunft

Im Anschluss an die Rede des Bundestagspräsidenten bat Moderator Alexander Niemetz zur ersten Talkrunde des Zukunftskongresses zum Thema „Schlagzeilen der Zukunft – Die Megathemen des kommenden Jahrzehnts“. Teilnehmer der Runde waren der NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration Armin Laschet, der Familien- und Sozialexperte Dr. Jürgen Borchert, der Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung Ulrich Reitz sowie der Chefredakteur der Rheinischen Post Sven Gösmann. Laschet erklärte, dass Politik, Gewerkschaften und Unternehmen gemeinsam hinsichtlich des demografischen Wandels zu spät umgesteuert hätten. Anreize zur Frühverrentung seien in den 90er Jahren der falsche Weg gewesen, nun stünden Überlegungen im Mittelpunkt, älteren Menschen über 50 Jahren den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Jürgen Borchert betonte, Demografie und Wirtschaft seien wie siamesische Zwillinge, denn Kinderlosigkeit und eine immer älterer werdende Gesellschaft hätten gravierende Auswirkungen auf die Volkswirtschaft. Reitz begründete das Problem der kinderlosen Gesellschaft mit dem Argument, dass die Freude verloren gegangen sei, Kinder aufwachsen und sich entwickeln zu sehen. Materielle Begleitumstände dürften aber nicht allein ausschlaggebend sein, wenn es um die Frage gehe: „Nachwuchs - ja oder nein?“ Gösmann warnte vor einer Zunahme von Parallelgesellschaften und forderte mehr Druck vom Staat, um Sprachmängel bei Kleinkindern zu beheben.

Ackermann: Vorfahrt für Innovationen

Nach der ersten Talkrunde folgte die Rede vom Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank AG, Dr. Josef Ackermann. In seiner Rede betonte er die Beutung von Innovationen: „Innovationen unterscheiden Marktführer von Nachahmern. Nur Marktführer können überdurchschnittliche Erlöse erzielen.“ Generell müsse es darum gehen, mehr Flexibilität und Freiheit am Arbeitsmarkt zu erreichen und die Unternehmen von Bürokratie und zu hohen Steuern und Abgaben zu entlasten. Vor dem Hintergrund der Globalisierung und weltweiten Wettbewerbs warb er dafür, die Forschungsausgaben zu erhöhen: „Es darf nicht dabei bleiben, dass in Deutschland die Forschungsausgaben stagnieren, während China sein Forschungsbudget jährlich um 20 Prozent steigert und spätestens 2010 mit Deutschland gleichgezogen haben wird.“ Richtungsweisend sei dabei das Motto „Vorfahrt für Innovationen“.


Flexibilisierung des Arbeitsmarkts im Mittelpunkt der zweiten Talkrunde

In der zweiten Talkrunde unter dem Titel „Nordrhein-Westfalen 2015: Der Weg an die Spitze bei Wachstum, Arbeit und Innovation“ diskutierten die NRW-Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie Christa Thoben, der stellvertretende NRW-Ministerpräsident und Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der Präsident der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen Horst-Werner Maier-Hunke, der Vorstandsvorsitzende der Lanxess AG Dr. Axel Claus Heitmann und der Geschäftsführende Gesellschafter der Union Technik GmbH Jörg Heiligenbrunner. Thoben plädierte dafür, betriebliche Bündnisse für Arbeit gesetzlich zu verankern, um das Arbeitsrecht zu flexibilisieren. Pinkwart betonte den Stellenwert von Bürokratieabbau und einfachere Verfahrensregelungen im Rahmen von Wirtschaftsförderung. Heitmann warb dafür, mehr die Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschlands hervorzuheben und nicht immer alles schlecht zu reden. Und während Heiligenbrunner den Staat verstärkt in die Pflicht nehmen will, um den Faktor Arbeit billiger zu machen, betonte Maier-Hunke, dass die steigende Zahl von Unternehmen ohne Flächenvertrag auf die Dauer nicht mehr zu organisieren sei.


Rüttgers: Nordrhein-Westfalen investiert in Leit- und Wachstumsmärkte

Der CDU-Landesvorsitzende Ministerpräsident Jürgen Rüttgers betonte in seiner Ansprache zur Preisverleihung, dass Politik eine konkrete Vorstellung haben müsse, um Zukunft zu gestalten. Rüttgers verwies weiter auf die bisherigen Erfolge seiner Landesregierung und den Umstand, dass sich in Nordrhein-Westfalen der positive Trend weiter fortsetze. Das Mittelstandsbarometer 2007 belege, dass in keinem anderen Bundesland der Mittelstand so optimistisch in die Zukunft blicke wie in Nordrhein-Westfalen. Rüttgers: „Die Zukunft unseres Landes hat einen Namen: Qualität und Innovation.“ Und weiter: „Unser wichtigstes Kapital sind gut qualifizierte und kreative Menschen. Bis 2015 wird Nordrhein-Westfalen Innovationsland Nummer 1, das ist mein Ziel. Wir führen Nordrhein-Westfalen in die Zukunft“ Zudem habe das Land die Wirtschafts- und Innovationsförderung umgestellt: „Wir investieren nun gezielt in Leitmärkte mit besonderem Nachfragepotential und herausragenden Wachstumschancen.“ Abschließend würdigte Rüttgers den diesjährigen Preisträger Gerry Weber für seine herausregenden Verdienste um den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen und sein kulturelles Engagement.


Zukunftspreis an Gerry Weber

Die Laudatio für den diesjährigen Preisträger Gerry Weber hielt Wolfgang Hölker, Inhaber des Coppenrath Verlages GmbH. Er lobte Weber als bodenständigen und innovativen Unternehmer mit Visionen. Marketing und Vertrieb seien neben dem Sport seine große Leidenschaft. Zudem habe er nicht nur ein Gespür für seine Mitarbeiter, sondern auch für die Kunden und Händler. Neben dem Hauptpreis wurden auf dem Zukunftskongress von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben zwei Förderpreise überreicht. Ausgezeichnet wurde der Geschäftsführer der Tracto-Technik GmbH Wolfgang Schmidt aus Lennestadt für Maschinenbau für die unterirdische Verlegung und grabenlose Erneuerung von Rohrleitungen. Die Brüder Harald und Rainer Opolka aus Solingen, Geschäftsführer von der Zweibrüder Optoelectronics GmbH, wurden als weltweit führender Hersteller im Light Emitting Diode (LED) Metalllampenbereich. Jürgen Rüttgers dazu: „Mit den Förderpreisen wollen wir die Innovationsbereitschaft mittelständischer Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen herausstellen. Wir ehren damit zwei Unternehmen, die ihren Zukunftsdrang vorbildlich unter Beweis gestellt haben.“

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