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Donnerstag, 02. Juni 2005

Neue Landesregierung steht zum Ausbildungskonsens in NRW

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Nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Arbeitgeberverbände NRW, Horst-Werner Maier-Hunke, dem Vorsitzenden des nordrhein-westfälischen Handwerkstages, Prof. Wolfgang Schulhoff, und dem Präsidenten der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen, Gerd Pieper, hat der CDU-Vorsitzende und designierte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers angekündigt, den Ausbildungskonsens in Nordrhein-Westfalen fortzusetzen:

"Die neue Landesregierung steht zum Ausbildungskonsens in NRW. Allen ausbildungswilligen und -fähigen jungen Menschen soll ein Ausbildungsplatz angeboten werden. Eine Vermittlung der jungen Menschen in Arbeitsgelegenheiten kann immer nur die zweite Wahl sein." Die Gesprächsteilnehmer haben diese Ankündigung begrüßt. Jürgen Rüttgers wurde begleitet von Christa Thoben und Karl-Josef Laumann.

Rüttgers: "Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist in diesem Jahr wieder sehr angespannt. Nach den Zahlen der Agentur für Arbeit kommen derzeit auf jeden der noch freien 26.300 Ausbildungsplätze zwei Bewerber. Es ist alarmierend, dass seit Beginn des Berufsberatungsjahres 8,5 Prozent weniger Ausbildungsstellen als im Vorjahr gemeldet wurden. Den 81.050 insgesamt gemeldeten Ausbildungsstellen stehen 119.460 Bewerber gegenüber, das sind 2.170 mehr als im Vorjahr." Die neue Landesregierung stellt sich gemeinsam mit den Partnern des Ausbildungskonsenses NRW diesen Herausforderungen. Nur in Zusammenarbeit aller Beteiligten kann die schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt bewältigt werden.

Um mehr Ausbildung möglich zu machen, müssen zwei Aufgaben gelöst werden: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen so verbessert werden, dass es den Unternehmen möglich und lohnenswert ist, in Ausbildungsplätze zu investieren. Kurzfristig bedeutet das, Unternehmen von Kosten zu entlasten, insbesondere durch den Abbau der überbordenden Bürokratie, die jede unternehmerische Initiative lähmt. Langfristig wird die neue Landesregierung alles tun, damit Nordrhein-Westfalen wieder bei Innovationen, Bildung und Forschung eine Spitzenposition innehat.

Zudem muss erreicht werden, dass die Jugendlichen nach der Schule

für den Einstieg ins Berufsleben fit sind. Die neue Landesregierung tritt für eine individuelle, begabungsgerechte Förderung und für bestmögliche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen ein. Die neue Landesregierung wird sich für mehr praxisorientiertere Ausbildungen einsetzen, damit praktisch begabte Jugendliche bessere Chancen auf ein erfolgreiches Berufsleben bekommen."

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