Spitzengespräch von Christlich-Demokratischer Union und katholischen Bischöfen

Spitzengespräch von Christlich-Demokratischer Union und katholischen Bischöfen

Dienstag, 10. Mai 2016

Laschet: „Kirchen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt“

Anlässlich eines Meinungsaustausches mit den fünf katholischen Erzbischöfen und Bischöfen in Nordrhein-Westfalen erklärte der CDU Landes- und Fraktionsvorsitzende Armin Laschet heute (09.05.2016):

„Unser Land, seine Kultur und seine Werte sind seit Jahrhunderten durch das Christentum geprägt. Auch heute wäre unsere Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen ohne die Beiträge der kirchlichen Einrichtungen und der Gläubigen ärmer. Sie sind unverzichtbar für den Zusammenhalt unseres Landes. Es ist daher wichtig, dass der christliche Glaube in der Öffentlichkeit sichtbar bleibt und sich auch öffentlich frei entfalten kann.

Die kirchlichen Schulen und Kindergärten, Krankenhäuser, Pflege- und Sozialeinrichtungen, die kirchlichen Entwicklungswerke und der bekenntnisorientierte Religionsunterricht sind unverzichtbarer Bestandteil des Lebens in unserem Land.

Ich bin dankbar für die klare Haltung der Bischöfe gegenüber allen Bestrebungen, die auf Nationalismus, Abschottung und eine Spaltung der Gesellschaft zielen. Die Ermutigung Papst Franziskus‘, Europa zum „Wiederaufblühen“ zu bringen, ist ein wichtiger Anstoß, auch von Nordrhein-Westfalen aus die europäische Zusammenarbeit zu vertiefen. Denn von einem einigen Europa profitiert kaum ein Land so sehr wie Nordrhein-Westfalen. Deshalb bleibt die Einheit Europas ein Herzensanliegen.“

Hintergrund:
Im Mittelpunkt des gut zweistündigen Gesprächs im Landtag Nordrhein-Westfalen standen unter anderem die Integration von Flüchtlingen und die Familienpolitik sowie Fragen der Präsenz von  Religion in der Öffentlichkeit. Teilnehmer seitens der katholischen Bistümer waren Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Köln), Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Diözesanadministrator Weihbischof Karl Borsch (Aachen) sowie die Generalvikare der Bistümer. Für die CDU nahmen Vertreter von Fraktions- und Landesvorstand und der Beauftrage für die katholische Kirche teil.