Page 16 - Magazin "Bei uns in NRW" 01/2020
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LANDTAG
 aktuell
  WIR UNTERSTÜTZEN UNSER VEREINSWESEN
Die Seele der GesCellschaft
ranger Kirmes abgesagt, Paderborner Libori-Fest abgesagt, Flachsmarkt abge- sagt. Das sind nur ein paar Beispiele für
zahlreiche weitere Volks- und Heimatfeste, die aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr ent- fallen müssen. Sie schüttelt nicht nur die Wirt- schaft und Politik ordentlich durch. Auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben ist ins Stocken geraten.
Die Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, machen auch vor der Vereins- landschaft in Nordrhein-Westfalen nicht Halt. Rund 6 Mio. Menschen sind freiwillig gesell- schaftlich vor Ort engagiert. Dieses Engagement ist unbezahlbar.
Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zehren auch am Vereinswesen in unserem Land. Oftmals sind gerade größere Veranstaltungen, wie zum Beispiel Heimatfeste eine Hauptein- nahmequelle für die ehrenamtlich organisierten Vereine. Diese sind aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen bis zum 31. August nicht möglich. Daher entfallen Einnahmen für die Vereine. Gleichzeitig bleiben diese auf Kosten sitzen, denn Vereinsheime müssen unterhalten, Mieten entrichtet und andere Fixkosten getra- gen werden.
Die NRW-Koalition steht an der Seite der Ehren- amtlichen.
Wir wollen, dass dieses Engagement und die Vielfalt der Brauchtums-, Heimat-, und Tra- ditionsvereine in Nordrhein-Westfalen diese schwierige Zeit übersteht und dass nach der Corona-Pandemie das für unsere Gesellschaft so wichtige Vereinsleben wieder voll aufgenom- men werden kann.
Daher haben wir ein Soforthilfeprogramm für Heimat und Brauchtum auf den Weg gebracht, das unbürokratisch den Vereinen vor Ort helfen wird.
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Unser kommunalpolitischer Sprecher
Guido Déus betont: „Das bürgerschaft-
liche Engagement prägt Nordrhein-
Westfalen und macht unser Land stark.
Es sind auch die vielen Heimat- und
Brauchtumsvereine, die derzeit ihre je-
weiligen Strukturen nutzen, um Nach-
barschaftshilfen, etc. vor Ort zu orga-
nisieren, um den Menschen ,Nähe trotz Distanz‘ vorzuleben. Nun gilt es sicherzustellen, dass unser starkes Ehrenamt mit seinen Strukturen die Krise übersteht, denn es ist unverzicht- bar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Foto: Ann-Kathrin Scheufeldt-Küsters
           Unser Beauftragter für das Ehrenamt
Björn Franken sagt dazu: „Das Vereins-
wesen ist so etwas wie die Seele der
Gesellschaft. Diese leidet sehr stark
unter den Folgen der Corona-Krise. Wir
benötigen ein zügiges, ordnungsgemä-
ßes Verfahren, um den ehrenamtlich
tätigen Menschen ihre Arbeit weiterhin
zu ermöglichen. Kredite helfen ihnen nicht, wir benötigen un- bürokratische Zuschüsse.“
     



































































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