Page 23 - Magazin "Bei uns in NRW" 01/2020
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  LANDTAG
 aktuell
    WASSERSTOFF
EDnergieträger der Zukunft
ie NRW-Koalition setzt auf Wasserstoff. Wasserstoff CO2-reiche Grundstoffe ersetzen. Wir sind fest entschlossen, Nordrhein- So kann auch die Leitindustrie einen großen Westfalen zum Wasserstoffland Num- Beitrag zum Klimaschutz leisten. In der Stahl-
mer 1 in Deutschland zu machen.
Wir wollen die klimafreundliche Nutzung und die Produktion von Wasserstofftechnik bei uns im Land vorantreiben. Diese entwickeln, marktreif machen, industriell fertigen, welt- weit exportieren und in Arbeitsplätze um- münzen. Das ist Klimaschutz ,Made in NRW‘. Wir haben uns schon im Koalitionsvertrag zu innovativen Lösungen und dem Energiesys- tem der Zukunft bekannt. Wasserstoff bietet große Chancen für Klimaschutz, Wirtschaft und Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen.
Die wesentlichen Anwendungsfelder für Was- serstoff sind die Mobilität und die Industrie, hier insbesondere die Stahlproduktion und die Chemieindustrie.
Wasserstoff kann in Brennstoffzellen für alter- native Antriebe effektiv genutzt werden. So ist klimafreundliche Mobilität auch für länge- re Strecken möglich. Sowohl in der Stahlpro- duktion, als auch in der Chemieindustrie, die beide in Nordrhein-Westfalen stark sind, kann
produktion beispielsweise lässt sich ein Teil des CO2s vermeiden, wenn im Schmelzpro- zess Wasserstoff statt Kohlenstaub eingebla- sen wird.
Der Arbeitskreis Wirtschaft hat in diesem Jahr Deutschlands größten Stahlhersteller besucht und sich zeigen lassen, wie diese Idee zukünf- tig umgesetzt werden kann. Am 11.11.2019 war dort auch die Weltpremiere für Stahlpro- duktion mit Wasserstoff. Dieses System soll bis 2050 perfektioniert werden. Das Ziel ist, die Produktion in der Stahlindustrie bis 2050 auf Wasserstoff umstellen. Die Landesregie- rung unterstützt diese Entwicklung mit In4- Climate. Wasserstoff in der Stahlproduktion. Das ist Klimaschutz made in NRW!
Verkehr, Stahl und Chemie werden Wasser- stoff in großen Mengen benötigen. Unterneh- men müssen daher zeitnah Milliarden-Inves- titionen auf den Weg bringen. Dazu brauchen sie neben den eigenen Anstrengungen auch Fördermittel als Unterstützung, etwa aus dem Green Deal der EU-Kommission.
Foto: Henning Rehbaum – Aufnahme 2019
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