Page 19 - Bei uns in NRW - Das Magazin der CDU Nordrhein-Westfalen
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  LANDTAG
 aktuell
    KUNSTRASENPLÄTZE
An der Seite von Vereinen und
KI ommunen
m Freizeit- und Breitensport Fußball ist heute ein Trainings- und Spielbetrieb ohne Kunst- rasenplätze nicht mehr denkbar. In Deutsch-
land reden wir aktuell von 30 Millionen Quad- ratmetern Kunstrasenfläche.
Im Sommer dieses Jahres versetzten Meldungen über ein sofortiges Verbot von Kunstrasenplät- zen in der EU die Vereine in Schrecken. Von ei- nem solchen Verbot wären allein in Nordrhein- Westfalen 1.400 Kunstrasenplätze betroffen. Entgegen der verbreiteten Meldungen plant die Europäische Kommission kein Verbot von Kuns- trasenplätzen. Allerdings wird auf EU-Ebene über ein Verbot gewisser Kunststoffgranulate auf chemischer Polymerbasis diskutiert. Also geht es nicht um ein Verbot von Kunstrasenplät- zen selbst, sondern um ein mögliches sofortiges Verbot des Füllmaterials.
Im Rahmen einer neuen EU-Kunststoffstrategie soll eine Verringerung der Menge von umwelt- schädlichem Mikroplastik erreicht werden. Und es ist Fakt, dass das Mikroplastik auf unseren Kunstrasenplätzen die Umwelt belastet. Daher ist eine Reduzierung und langfristige Vermei- dung von Kunststoffgranulat zwingend erforder- lich. Bei den derzeitig geplanten Sportanlagen
sollte daher bereits jetzt auf die Verwendung von umweltfreundlichen Füllstoffen geachtet werden. Förderungen beim Bau von neuen Kunstrasenplätzen erhalten künftig nur noch die, die auf Kunststoffgranulate verzichten und stattdessen umweltfreundliche Materialien – etwa Kork oder Quarzsand – verwenden. Kom- munen, Verbände und Vereinen will die NRW- Koalition dabei beratend helfen.
Der sportpolitische Sprecher der CDU-Landtags- fraktion, Jens Nettekoven, versteht die Bedeu- tung der Kunstrasenplätze für die Sportvereine und verspricht: „Ziel der NRW-Koalition ist es, ein sofortiges EU-Verbot von Kunststoffgranulat in Kunstrasenplätzen zu verhindern. Daher wird sich die Landesregierung in Berlin dafür stark machen, dass es für bestehende Plätze eine ver- nünftige Übergangsphase zur Umstellung auf umweltverträglicheres Füllmaterial geben wird. Unsere Sportvereine leisten einen besonderen gesamtgesellschaftlichen Beitrag, nicht nur in Hinblick auf Gesundheit, Gemeinschaft und In- tegration, sondern auch bei der individuellen Persönlichkeitsbildung. Daher sollen alle Ver- eine, Verbände und Kommunen in Nordrhein- Westfalen wissen, dass die NRW-Koalition an ihrer Seite steht und sie nicht alleine lässt.“
Foto: Adobe Stock
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