Page 20 - Bei uns in NRW - Das Magazin der CDU Nordrhein-Westfalen
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LANDTAG
 aktuell
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MEHR SICHERHEIT FÜR JUNGE FRAUEN
Loverboys endgültig das
HDandwerk legen
ie NRW-Koalition will die Präventions- und Aufklärungsarbeit über die Lover- boy-Methode in Nordrhein-Westfalen
vorantreiben. Neben der aktiveren Bekämpfung im strafrechtlichen Sinne soll so den kriminel- len Verführern das Handwerk gelegt werden. Bei der Loverboy-Methode werden weiblichen Minderjährigen und jungen Frauen von soge- nannten Loverboys eine Liebesbeziehung vorge- gaukelt, durch die die Opfer in ein emotionales Abhängigkeitsverhältnis gebracht werden, um sie so an die Prostitution heranzuführen und auszubeuten. Von den 489 bundesweiten Op- fern, die durch das Bundeslagebild Menschen- handel und Ausbeutung 2017 erfasst wurden, wurde bei 127 Opfern diese Loverboy-Methode angewandt.
„Die Loverboy-Methode ist dabei kein Phä- nomen großer Städte, sondern tritt vor allem in ländlichen Regionen auf“, so Heike Troles, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung, „die Kontaktaufnahme erfolgt meist vor Schulen, in der Nähe von Jugendtreffs oder auch in den So- zialen Medien. Und genau da müssen wir anset- zen, um besser über die Gefahr zu informieren.“ Durch die Sensibilisierung der breiten Öffent-
lichkeit, können Täter und Tatversuche schneller erkannt und letztendlich mitgeholfen werden, solche Fälle zu verhindern und das Martyrium der Opfer schneller zu beenden. Die Landes- regierung hat schon einige konkrete Maßnah- men unternommen, um über die Gefahren von sexualisierter Gewalt aufzuklären. Neben der Weiterentwicklung dieser Aufklärungskampag- nen sollen auch mehr Angebote anonymer Be- ratungsstellen geschaffen werden. Gerade die Anonymität ist wichtig, da die Scham der Opfer oft dazu führt, sich nicht an Hilfsangebote zu wenden.
Dietmar Panske, Innenpolitiker der CDU-Frakti- on, sieht noch einen weiteren wichtigen Schritt im Kampf gegen die kriminellen Verführer: „Die Loverboy-Methode muss auch auf die Tages- ordnung der nächsten Innenministerkonferenz, damit die Bekämpfung bundesweit besser koor- diniert werden kann.“
Fakt ist: Dem Leid, das den jungen Mädchen und Frauen durch das Schaffen von Abhängigkeiten, massivsten Bedrohungen und brutaler körperli- cher Gewalt angetan wird, muss endgültig ein Ende bereitet werden.
Foto: Adobe Stock
  





















































































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