Page 29 - Bei uns in NRW - Das Magazin der CDU Nordrhein-Westfalen
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  Fragebogen | 15 12 Fragen an
Daniel Schranz
   Daniel Schranz, Jahrgang 1974, ist verheiratet und hat drei Kinder. Beruf: Historiker. Seit 1990 ist Schranz Mitglied der CDU. Nach dem Abitur und dem Wehrdienst studierte er Geschichte und Politikwis- senschaft. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Heinrich-Hei- ne-Universität Düsseldorf und Prokurist im Familienunternehmen. 2009 wurde er Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung für NRW sowie Leiter des Büros in Düsseldorf und baute die Kom- munal-Akademie der Stiftung auf. Nach 14 Jahren an der Spitze der CDU-Ratsfraktion wurde er im September 2015 zum Oberbürgermeis- ter von Oberhausen gewählt.
Als Kind wollten Sie sein wie?
Ein Geheimagent wie James Bond. Die Agentenkarriere endete allerdings im Familienurlaub auf Wangerooge, als mir der zum Agentenkoffer um- funktionierte Kassettenkoffer beim Strandspaziergang zu schwer wurde...
Wie sind Sie in die Politik gekommen?
Als Jugendlicher habe ich mich intensiv in der kirchlichen Jugendarbeit und in der Schülervertretung engagiert. Da war der Weg in die CDU und in die kommunale Schulpolitik nicht weit. Noch als Schüler bin ich so Bürgermit- glied im städtischen Schulausschuss geworden.
Wer ist Ihr politisches Vorbild?
Die Geradlinigkeit von Konrad Adenauer und sein Einstehen für Überzeu- gungen haben mich immer beeindruckt – aber auch, wie er aus Köln eine moderne Großstadt gemacht hat.
Wenn Sie ein Vorhaben beschleunigen könnten, welches wäre das?
Der Ausbau der digitalen Infrastruktur unseres Landes und ganz besonders unserer Schulen, denn da liegen wir deutlich zurück. Und der Abbau der kommunalen Altschulden, denn die gefährden die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.
Gibt es einen politischen Gegner, den Sie sehr schätzen?
Ein besonderes Vertrauensverhältnis ist tatsächlich zu meinem langjäh- rigen Counterpart an der Oberhausener SPD-Fraktionsspitze, Wolfgang Große Brömer, entstanden. Wir haben uns erst jahrelang nichts geschenkt und dann sehr gut zusammengearbeitet, so dass ich es geradezu als Ver- lust empfinde, dass er sein Amt abgegeben hat.
Wie verbringen Sie ein freies Wochenende?
Mit meiner Familie beim Sport, ausgiebigem Frühstück und Kaffee, Kirch- gang, Musizieren, Spielen, Lesen und Kino oder Heimkino.
Was lesen Sie gerade?
Robert Harris: „Der zweite Schlaf“.
Bei welcher Musikrichtung fühlen Sie sich aufgehoben?
Mein letztes Konzert war vor einigen Wochen Bryan Adams in der Ober- hausener Arena. Noch lieber würde ich Adele live sehen. Zuhause höre ich aber ganz überwiegend Klassik.
Für welches Fernsehereignis lassen Sie alles andere liegen?
Ich hätte es nicht gedacht, aber die Bedeutung des linearen Fernsehens hat auch für mich abgenommen. Begeistern kann ich mich für gute Serien von „House of Cards“ bis „Bad Banks“. Und die kann man auch noch dann streamen, wenn man nicht alles andere liegen lassen muss.
Haben Sie ein Lebensmotto?
Ich pendle zwischen zwei eingermaßen gegensätzlichen. Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen (Don Bosco)! Und Panta rhei: Das Wesen alles Seienden ist die Veränderung (Heraklit).
Seit vier Jahren sind Sie in Oberhausen Oberbürgermeister. Welche Vorhaben und Projekte haben Sie umgesetzt?
Erfreulicherweise ist es uns gelungen, für Aufbruch und Dynamik in Oberhausen zu sorgen. Das gilt für die Wirtschaft, wo durch Ansiedlun- gen wie dem großen Edeka-Zentrallager neue gewerbliche Arbeitsplätze entstehen. Das gilt aber auch für die Neue Mitte, wo zusätzliche Hotels und Attraktionen den Städtetourismus weiter ankurbeln. Und das gilt
für die Stadtteilzentren, wo öffentliche und private Investitionen Hand
in Hand gehen, vom größten Dachgewächshaus Europas bis zum Umbau des alten Kaufhofs in ein Hotel. Die Breitbandabdeckung liegt nun bei
98 Prozent des Stadtgebietes, der städtische Haushalt ist nach 25 Jahren endlich wieder ausgeglichen. Und mit eigenen Leitlinien, einem Bürgerrat und einer umfangreichen Dialogtour hat die Bürgerbeteiligung einen sehr großen Stellenwert.
Was sind Ihre ganz persönlichen Ziele, die Sie als Politiker noch errei- chen wollen?
Im Moment bin ich sehr gut damit beschäftigt, die Agenda für eine gute Zukunft Oberhausens weiter abzuarbeiten.
Bei uns in NRW 03/19
Foto: Gerd Wallhorn



































































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