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Freitag, 03. März 2006

Zukunftskongress 2006 „Benchmark NRW“ der CDU Nordrhein-Westfalen

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Mit großem Erfolg fand der zweite Zukunftskongress der CDU NRW im Internationalen Kongresszentrum Bundeshaus Bonn statt.

als 700 Teilnehmer besuchten den zweiten Zukunftskongress "Benchmark NRW" der CDU Nordrhein-Westfalen, der heute im ehemaligen Bundestag in Bonn stattfind.

„Wir wollen Nordrhein-Westfalen bis 2015 zum Innovationsland Nr. 1 in Deutschland machen.“ Dieses ehrgeizige Ziel bekräftigte der Landesvorsitzende der CDU NRW Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf dem Zukunftskongress. Mit namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wurden auf dem Kongress die Innovationspotentiale des Landes herausgestellt und Wege erörtert, diese für Nordrhein-Westfalen zu nutzen.

In seiner Eröffnungsrede machte CDU NRW-Generalsekretär Hans-Joachim Reck deutlich, dass ein Wettbewerb der Innovationen notwendig sei, um die Rahmenbedingungen des Landes zu verbessern: „Funktionalität, Effektivität und Zielorientierung bezüglich neuer Projekte spielen hierbei eine wichtige und entscheidende Rolle.“ Reck machte deutlich, dass die schwarz-gelbe Landesregierung mit ihren Konzepten den Wirtschafts-, Forschungs- und Sozialstandort Nordrhein-Westfalen attraktiver machen und wieder nach vorne bringen wolle. Der ordnungspolitische Kompass laute dabei: Mut zur Selbstbestimmung, Mut zur Freiheit.

Ministerpräsident Roland Koch stellte die Entwicklung Hessens als Vorbild für die Umsetzung dieser Vision dar: „Nur mit mehr Freiheit und weniger Bürokratie ist diese Herausforderung zu bewältigen. Vorfahrt für Wachstum, Bildung und Sicherheit – mit diesen Prämissen kann es ein Bundesland schaffen, sich im föderalistischen Wettbewerb an die Spitze zu setzen.“ Neben der Hochschulpolitik nannte der hessische Ministerpräsident besonders die Bereiche Bildung und Verkehr als die wesentlichen Elemente einer zukunftsgerichteten Landespolitik: „Investitionen in die Verkehrinfrastruktur und Bildungsinfrastruktur sind heute die zentralen Stellschrauben eines Landes für das Bestehen im nationalen und internationalen Wettbewerb.“

Jürgen Rüttgers stellte es als Ziel seiner NRW-Landesregierung dar, den Weg der Modernisierung des Landes konsequent zu verfolgen: „Wir wollen Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter der Wissensgesellschaft und bis 2015 zum Innovationsland Nr. 1 machen. Wir sind ein Land mit hohen Kosten, also müssen wir soviel besser sein, wie wir teurer sind.“ Er mahnte jedoch gleichzeitig, dass bei dieser Entwicklung nicht alles den Marktmechanismen unterworfen werden dürfe: „Der totale Markt war nie Sozialen Marktwirtschaft. Es gibt vieles, was wichtig ist, jenseits von Angebot und Nachfrage. Die CDU NRW wird auch in Zukunft darauf achten, dass sich wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit die Waage halten.“

In drei Talkrunden wurden nicht nur die Themen Wirtschaft, Wissenschaft und Innovation diskutiert, sondern auch die Felder Kultur und Medien thematisiert. Teilnehmer der Talkrunde „Kultur“ waren u.a. Prof. Dr. Jürgen Flimm (Intendant der RuhrTriennale) und Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär für Kultur in NRW). Sie diskutierten über Kulturpolitik in Zeiten knapper Kassen und verschuldeter Haushalte. NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben sprach in der Talkrunde „Innovation und Wirtschaft“ mit Gästen wie Karoline Beck (Bundesvorsitzende Bundesverband Junger Unternehmer) und Prof. Peter Gruss (Präsident Max-Planck-Gesellschaft) über Bürokratieabbau im Wirtschaftsund Innovationsstandort NRW. Im Mittelpunkt der Talkrunde „Medien“ stand die Frage, inwiefern Medien Impulse zu Wachstum und Innovation beitragen können. Diskutanten waren u.a. Hans Mahr (Vorstand Premiere AG, Ressort Sport und New Business), Ulrich Reitz (Chefredakteur Westdeutsche Allgemeine Zeitung) und Jörg Schönenborn (WDR-Chefredakteur Fernsehen).

Höhepunkt des Tages war die Verleihung des Zukunfts- und Innovationspreises der CDU NRW an den Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Jürgen R. Thumann. Der Laudator, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Michael Sommer, sagte über den Preisträger: „Ich schätze Jürgen Thumann, weil er ein authentischer, ehrlicher Interessenvertreter ist: Nicht laut, aber beharrlich, nicht verletzend, sondern argumentativ, nicht rechthaberisch, sondern abwägend.“ Der Preisträger wies auf die Bedeutsamkeit des offenen Dialoges zwischen Gewerkschaften, Verbänden und Unternehmen hin. Thumann weiter: „Unternehmer tragen in erster Linie Verantwortung für ihr eigenes Unternehmen, aber auch für das Land.“ Mit Blick auf die laufenden Tarifverhandlungen wies er darauf hin, dass in Unternehmen Innovationen und Geschäftserfolge zuerst zu erfolgen hätten, in einem zweiten Schritt dann die Löhne folgen sollten. Jürgen Rüttgers wertete Sommers Laudatio auf den Preisträger als gutes Omen: „Dies ist ein gutes und hoffnungsvolles Signal und damit auch die Botschaft unserer Veranstaltung: Wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen.“

Neben dem Hauptpreis wurden auf dem Zukunftskongress von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben zwei Förderpreise überreicht. Die Firma „Keyowa GmbH“ aus Köln erhielt den Preis für ihre Innovation auf dem Bereich der Schließ- und Sicherheitstechnik. Die Firma „egeplast Werner Strumann GmbH & Co. KG“ aus Greven wurde ausgezeichnet für ihre Neuentwicklungen bei der Herstellung von Kunststoffrohren. Jürgen Rüttgers dazu: „Mit den Förderpreisen wollen wir die Innovationsbereitschaft mittelständischer Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen herausstellen. Wir ehren damit zwei Unternehmen, die ihren Zukunftsdrang vorbildlich unter Beweis gestellt haben.“

 


Dateien:

Rede-MP_060303_III.pdf

Rede-Thumann-CDUNRW-20060303.pdf

Rede_Reck-Zukunftskongress_2006_V.pdf

CDU_NRW_Aktuell_80__08_06_.pdf

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