Zum Tod von Norbert Blüm: „Das soziale Gewissen der CDU“

Zum Tod von Norbert Blüm: „Das soziale Gewissen der CDU“

Freitag, 24. April 2020

Die CDU Nordrhein-Westfalen trauert um Norbert Blüm. 16 Jahre lang - von 1982 bis 1998 - war er Arbeits- und Sozialminister unter Helmut Kohl. Von 1987 bis 1999 war er Landesvorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen. Letzte Nacht ist er nach einer schweren Krankheit verstorben. 

Zu seinem Tod erklärt der Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen Josef Hovenjürgen:

„Mit Norbert Blüm ist einer der letzten Repräsentanten der Bonner Republik von uns gegangen. Oft wurde er nur auf den einen Satz reduziert: ‚Die Rente ist sicher‘. Doch kein anderer hat den Arbeitsmarkt so geprägt wie er. Er führte 1995 als Bundesarbeitsminister die Pflegeversicherung als fünfte Säule der Sozialversicherung ein – einen Meilenstein in der bundesdeutschen Sozialpolitik, der bis heute das Leben von Millionen Menschen erleichtert. Als Repräsentant des CDU-Arbeitnehmerflügels galt er als das soziale Gewissen der CDU. Voller Leidenschaft kämpfte er für seine Ziele.

Trotz seiner Lähmung, die er erst kürzlich öffentlich machte, verlor Norbert Blüm bis zum Schluss nicht seinen Humor. In seinem letzten großen Interview, schon im Rollstuhl sitzend, wurde noch einmal deutlich, dass er nie den Einzelnen mit seinen Sorgen und Nöten aus dem Blick verloren hat. Norbert Blüm wird uns als Mensch und wichtige Stimme mit seiner Weitsicht und seinem Pragmatismus in der CDU fehlen. Unsere Gedanken und Gebete sind in diesen Tagen bei seiner Familie.“